
Der gut ausgeschilderte Wanderweg „Mensch und Natur“ führt durch die wunderschöne Gemarkung Langd am Fuße des Vogelsberges und am Rande der Wetterau durch und den alten Dorfkern von Langd in eine landwirtschaftliche geprägte Kulturlandschaft mit verschiedenen Biotopstrukturen und einer hohen Artenvielfalt von Fauna und Flora. Der Köpfel in Langd mit Schutzhütte lädt zur Rast ein.
Wandern Sie alleine und genießen Sie die Landschaft oder melden Sie sich mit Ihrer Gruppe zu einer geführten Wanderung mit einem Naturführer von NABU Gruppe Langd e.V. an.
Anmeldung und Information bei NABU Gruppe Langd e.V. – E‑Mail: info@nabu-langd.de
Der „Langder Wildniswald“ am Übergang von der Wetterau in den Vogelsberg ist seit 2023 als Naturschutzgebiet (NSG) „Langder Wald und Silbachtal“ ausgewiesen. Viele Wege im Gebiet dürfen weiterhin zu Fuß oder mit dem Rad genutzt werden.
Leider sind bisher keine Wanderwege und keine speziellen Wanderparkplätze ausgewiesen. Wir empfehlen als Startpunkt und zum Abstellen des PKW in Langd den Parkplatz am Sportplatz, den Parkplatz am DGH oder das seitliche Parken in der Obergasse am Ortsausgang. Die Wege können sehr gut mit Karte oder App gefunden werden.
Bleiben sie auf den Wegen und respektieren Sie die Natur durch entsprechendes Verhalten. Wandern im Wald erfolgt auf eigenes Risiko. Achten sie auf waldtypische Gefahren und meiden sie den Wald während oder nach Sturm. Die Verkehrssicherung wird von Hessenforst bzw. der NABU-Stiftung durchgeführt.
Geführte Wanderung oder Radtouren durch den Langder Wildniswald
Als Alternative zur eigenen Tour bietet der NABU/VNULL Langd geführte Wanderungen oder Radtouren im NSG an.
Auf verschiedenen Routen können Sie den Langder Wildniswald erleben und erfahren vieles über waldökologische und historisch Themen aus der Region.
Sie können sehen, ob und wie verschiedene Baumarten je nach Standort mit dem Klimawandel zurechtkommen und werden die Bedeutung von stehendem oder liegendem Totholz, sowie von Mischwäldern mit starker Altersstruktur erfahren.
Es wird berichtet über den menschlichen Einfluss auf die Wälder seit dem frühen Mittelalter und den, in der Region über Jahrhunderte bedeutsamen Eisenerzbergbau, die Eisenverhüttung und das Köhlerhandwerk.
Dauer, Route, Themenschwerpunkt und Preis werden individuell abgestimmt. Führungen durch die Schutzgebietsbetreuer Harald Fritzges oder Bodo Fritz
Anmeldung und Information – E‑Mail: info@nabu-langd.de
Beschreibung
Das NSG „Langder Wald und Silbachtal“ ist neben dem Nationalpark Kellerwald eines der größten Waldschutzgebiete in Hessen, umfasst ca. 1.200 ha und besteht aus vier Teilgebieten, wobei das „Wildnisgebiet Hungener Stadtwald“ mit 175 ha vertreten ist. Er ist ein Teil der Biodiversitätsstrategie, in der sich Deutschland bereits 2007 zum Ziel gesetzt hat, 5 % der Wälder aus der forstlichen Nutzung zu nehmen.
Aufgrund seiner europaweiten Bedeutung ist das Waldgebiet als Teil des Europäischen Vogelschutzgebietes „Vogelsberg“ sowie als Fauna-Flora-Habitat-Gebiet „Laubacher Wald“ geschützt.
Der Langder Wald ist zum großen Teil durch Rotbuchen geprägt, die mit Eichen und anderen Laubhölzern durchsetzt sind. Viele Bäume sind älter als 120 Jahre, erreichen stattliche Höhen und bieten durch das hohe Alter bereits gute Voraussetzungen für eine schnell einsetzende natürliche Waldentwicklung.
Der Wald ist sehr artenreich. Die Baumkronen bieten geeignete Plätze für die Nester von Schwarzstorch und Rotmilan. Buchenwaldtypische Schwarzspechte kommen hier häufig vor, ebenso verschiedene Fledermausarten, sowie Hirschkäfer.
Die Waldwiesen im Gebiet zeugen von dem, in unserer Region über Jahrhunderte bedeutsamen Eisenerzbergbau, der Eisenverhüttung und dem Köhlerhandwerk.
Perspektive
Der Buchenwald soll sich weitestgehend unbeeinflusst von menschlichen Eingriffen entwickeln und wird einen beachtlichen Beitrag zu Biodiversität, zum Klimaschutz und zur regionalen Klimastabilisierung leisten.
Mit der Zeit wird aus dem bisherigen Wirtschaftswald ein Wildniswald entstehen, mit diversen, dem Klima angepassten Baumarten, mit einer Wildniswald-typischen Altersstruktur von sehr jungen bis sehr alten Bäumen und mit viel stehendem und liegendem Totholz. Im Laufe der Jahre wird man sehen, ob und wie verschiedene Baumarten je nach Standort mit dem Klimawandel zurechtkommen und wie sich der Wald eigendynamisch an den Klimawandel anpasst.